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Jun

Wer sind die besten und erfolgreichsten Infomarketer im deutschsprachigen Raum? An wen sollte man sich wenden, wenn man selber schnell zu den Topverdienern der Infobranche zählen möchte? Und wie “ticken” sie, die Erfolgsmarketer?

Ich habe mich in den Tiefen des Webs auf die Suche gemacht und 7 beeindruckende Persönlichkeiten kennengelernt. Erstaunlich dabei: Erfolgsmenschen ticken anders als der “Mainstream”, ja grundlegend verschieden und doch gleichen sie sich in Ihren Zielen, Ansichten und Visionen untereinander.

Im zweiten Teil dieser 7-teiligen Interview-Serie stelle ich Ihnen Detlev Reimer vor. Einen deutschen Infomarketer, welcher im amerikanischen Sprachraum bereits mit den "Großen" der Szene Geld verdient hat, während in Deutschland noch nicht einmal Blogs bekannt waren.

Lesen Sie in diesem Interview, warum Detlev Reimer dem englischsprachigen Markt den Rücken kehrt und ab sofort Vollzeit in den hoch profitablen deutschen Infomarkt einsteigt...

1. Detlev, warum die Infomarketing-Szene und warum Infomarketer?

Das war eigentlich alles eher ein Zufall, als eine perfekte Planung. 2001 war ich nebenberuflich selbständig und hatte für Kunden Webdesign und SEO gemacht.

Einer meiner Kunden, der der englischen Sprache nicht ganz so mächtig war, ließ sich regelmäßig von mir Emails übersetzen, die bei ihm eingingen. So auch eine Email eines Affiliates von Corey Rudl, der Internet-Marketing Legende schlechthin (leider 2005 bei einem Autounfall ums Leben gekommen).

In der Email wurden die Vorteile der Online-Business-Automation angesprochen und unter anderem ging es dabei auch um die Software "Mailloop", die als Autoresponder eingesetzt wurde und um das Standardwerk im Internet-Marketing von Corey "Insider Secrets to marketing your business on the Internet". Als ich mir aus Neugier die Seite vom Internet Marketing Center ansah, war mein Interesse geweckt.

"In kurzen Headlines und Statements las ich, dass dieser Mann fast ohne zusätzliches Personal über $6 Mio. Dollar im Jahr durch den Verkauf von digitalen Produkten verdiente."

Das war schon eine ganz schöne Hausnummer! Seitdem habe ich mich immer mehr in die Materie eingearbeitet und fing an, erste Schritte für mein eigenes Business zu machen. So kaufte ich von Robert D. Boduch damals für relativ viel Geld ($650) die Wiederverkaufsrechte zu seinem "Great Headlines - Instantly" Ebook - das inzwischen auch schon ein Klassiker ist.

Leider blieb der große Erfolg damals aber noch aus, was auch daran gelegen hat, dass ich zu dem Zeitpunkt noch keine besonders große Liste hatte und auch weil Robert sein Ebook selbst schon so gut vermarktet hatte, dass kaum noch Interesse dafür vorhanden war (was ich zum damaligen Zeitpunkt aber nicht wusste).

So widmete ich mich dann mehr der Erstellung von komplett eigenen Produkten. Da mir aber das Schreiben eines dicken Ebooks damals noch zu aufwändig war (und ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht über so viel Erfahrung verfügte, worüber ich hätte schreiben können), widmete ich mich der Entwicklung meiner Promobuddy-Software, die dazu genutzt werden sollte, die vielen Daten, die im Internet-Marketing anfallen, ordentlich zu verwalten.

"Es war die erste Software dieser Art und wurde ein sofortiger Erfolg!"

Nach 2 weiteren Software-Produkten (Affiliate Turbo und Blog Promoter), hatte ich dann genügend Erfahrungen gesammelt, um auch über die Vermarktung von Produkten im Internet etwas schreiben zu können und so schrieb ich im Sommer 2007 mein "Revenue Blueprint" Ebook.

Da es aber in der Zeit schon so viele Konkurrenzprodukte zum Thema gab, blieb diesem Produkt nur ein relativ bescheidener Erfolg beschieden mit rund 180 verkauften Exemplaren - allerdings hatte ich noch ein Upsell, einen Videokurs, der die Themen des Ebooks veranschaulichte bzw. ergänzte und rund 10% der Käufer des Ebooks kauften dann auch die Videoserie, deren Preis bei $127 lag.

Aufgrund des hohen Preisverfalls und der enormen Konkurrenz untereinander, selbst beim Verkauf von Reseller- bzw. Private Label Produkten, aber vor allem auch, weil der Dollarkurs immer weiter fiel, entschied ich mich dann im November 2008 für einen Wechsel in den deutschen Markt, da ich hier einfach viel bessere Chancen sah und noch sehe und bis jetzt hat sich diese Einschätzung weitestgehend bestätigt.

Die Leute hier sind hungrig nach Informationen zum Aufbau eines eigenen Onlinegeschäftes (und es gibt nur wenige echte Profis in diesem Bereich). Nicht nur wegen des möglichen Verdienstes, sondern auch wegen der hohen Flexibilität und Ortsungebundenheit.

Da viele Leute zwar gerne ins Business einsteigen wollen, aber nicht über die Möglichkeiten oder das Wissen verfügen, eigene Produkte zu entwickeln, entschloss ich mich als 1. größeres Projekt, zu einer Mitgliederseite, bei der die Mitglieder jeden Monat ein neues Private Label Ebook (bei dem man die Inhalte und das Design abändern kann) inkl. Marketingpaket bekommen, so dass es auch für Einsteiger wesentlich einfacher wird, ein digitales Infoprodukt selber zu vertreiben.

Diese Mitgliedsseite findet man unter www.PLREbooks.de und sie ist bereits in den ersten 4 Monaten, in denen diese Seite jetzt online ist, ein großer Erfolg. Schon im 1. Monat war rund 1/3 der vorhandenen 150 Plätze verkauft.

2. Was waren deine ersten Projekte und was hast du am meisten daraus gelernt?

Great Headlines - Instantly (2001) - Erste Erfahrungen im Onlinestellen eines digitalen Produktes, dem Schreiben eines Verkaufsbriefes und der Anbindung an ein Bezahlsystem (Clickbank).

Zusätzlich habe ich daraus gelernt, dass man intensive Marktforschung in Bezug auf die Sättigung des Marktes machen sollte, bevor man die Rechte an einem solchen Reseller-Produkt erwirbt. Der Erfolg war trotz eigener Liste sehr bescheiden. Ich glaube, ich habe gerade mal so den Einkaufspreis wieder herausbekommen ($600).

Promobuddy (2002) - Mein erstes, eigenes Produkt (komplett selbst erstellt). Mehr Recherche vorab, was vom IM Markt gebraucht wurde - Promobuddy, mit dem man seinen Wust an IM Daten in einer Datenbank verwalten kann, war von Anfang an einzigartig und wurde dringend gebraucht. Es war dadurch ein großer Erfolg. Weil ich ein gutes, einzigartiges Produkt hatte, war es kein Problem, viele hochkarätige JV Partner zu finden, die es mitvermarkteten. Der Erfolg dieses Produktes (welches ich zu Anfang noch für $97 und später für $67 verkaufte) ermöglichte es mir, selber in Vollzeit im IM Bereich zu arbeiten (seit dem 01. Januar 2003). Ab dem 06.09.2006 gab ich Promobuddy dann kostenlos ab, um mir eine neue Liste aufzubauen. Über mein Promobuddy-Giveaway hatte ich bereits über 5000 neue Subscriber nach nur 4 Tagen. Über den Gesamtzeitraum mehr als 10000 neue Abonnenten.

Affiliate Turbo (2003) - Eine weitere Software. Dieses Mal konnte ich es allerdings nicht selber machen, sondern ich hatte nur die Idee dazu. Ich benutzte zum ersten Mal Freelancer, um mir ein Produkt erstellen zu lassen. So kam ich zum ersten Mal mit dem Outsourcing in Berührung und machte gute Erfahrungen, da auch dieses Produkt ein Erfolg wurde, wenn auch in geringerem Maße als Promobuddy. Die Software wurde dazu benutzt, Partnerprogramme in Partnerprogramm-Verzeichnisse automatisiert eintragen zu können. Allerdings erforderte es sehr häufige Updates, da sich die Eintragsseiten für die Partnerprogramme häufig änderten oder manche Websites ganz von der Bildfläche verschwanden. Das mit den vielen Updates wurde irgendwann zu nervig, so dass ich die Software Anfang 2005 inkl. Website und Rechten weiterverkaufte.

Blog Promoter (2004) - Wieder eine Software und wieder eine, mit der man automatisierte Eintragungen machen konnte. Dieses Mal für Blogs, die man automatisch/halbautomatisch in entsprechende Blogverzeichnisse eintragen konnte. Hieraus lernte ich, dass man ab und zu auch seiner Zeit zu weit voraus sein kann. Zu der Zeit ging es gerade erst los mit den Blogs und irgendwie erkannten viele wohl noch nicht, warum man seine Blogs überhaupt in solche Verzeichnisse eintragen sollte. Kurzum, hätte ich das Produkt 2 Jahre später rausgebracht, hätte vielleicht etwas daraus werden können. Aber so, in 2004, hatte sich der Aufwand kaum gelohnt und spielte etwas mehr als sein Kosten ein. Allerdings fügte ich es als Upsell zu dem Promobuddy-Giveaway hinzu, so dass es indirekt doch noch einiges Sales mehr bracht, wenn auch im Paket mit weiteren Produkten von mir.

Niche Content Websites (Anfang 2007) (meine 1. Mitgliederseite - auf Englisch) - Hier benutzte ich zum ersten Mal das Butterfly-Marketing Skript von Mike Filsaime. Ich bot den Mitgliedern Private Label Ebooks, 12 Adsense Websites und zusätzliche Reseller-Produkte für einen Paketpreis an. Diese Website war ziemlich erfolgreich und brachte mir stabilere Einnahmen, als ich es von normalen Produktverkäufen gewohnt war. Es gab mir die Erfahrungen (gerade von der Einrichtung des Skriptes her und vom Umgang mit Affiliates), die ich benötigte, um meine PLR Ebooks Mitgliederseite Anfang 2009 erfolgreich aufbauen zu können.

Revenue Blueprint (Mitte 2007) - s.o. unter 1. Zusätzlich kann ich aber noch dazu sagen, dass es sehr viel Zeit kostet, selber ein Ebook zu verfassen. Alles in allem hatte ich mindestens 3-4 Monate daran gesessen, bis ich damit zufrieden war. Darin ist noch nicht einmal die Zeit eingerechnet, die ich brauchte, um das Upsell (die Videoserien) einzurichten. Die Website ist übrigens immer noch aktiv unter www.revenueblueprint.com.

3. Infomarketer müssen Geld verdienen, sonst ist der ganze Traum von der geografischen Freiheit nichts wert. Wie klappt das mit deinen jetzigen Projekten?

Durch den Wechsel in den deutschen Markt war ich gezwungen, relativ schnell etwas zu finden, womit ich ein regelmäßiges Einkommen erzielen kann. Die Betonung liegt dabei auf "regelmäßig".

Denn Ebookverkäufe sind zwar gut und schön, aber die Verkaufszahlen hier in Deutschland sind bei vielen Themen noch relativ instabil, so dass man schlecht seine Einnahmen planen kann. Deswegen entschloss ich mich, zuerst mit einer Mitgliederseite zu starten, um dadurch monatliche Einnahmen zu haben.

"Für meine Mitglieder biete ich zwar auch Ebooks an - aber nicht zum Eigengebrauch, sondern zum Weiterverkauf, wofür ich eine höhere, stabilere Nachfrage sah."

So kann ich inzwischen sagen, dass PLR Ebooks zu meiner Hautptverdienstquelle geworden ist, während ich meine eigenen Ebooks wie "Infoprodukt-Cash", immer noch nebenbei verkaufen kann. Diese biete ich dann über meine Newsletter-Liste an und auch über meinen Blog. Zusätzlich schalte ich aber noch Adwords, obwohl die Resultate nicht ganz so toll sind, da für Begriffe aus dem Internet-Marketing die Klickpreise teilweise schon astronomisch sind.

4. Du bist im Internet schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr und doch kennen dich recht wenig Leute im deutschsprachigen Raum. Was können diese jedoch in den nächsten Projekten von dir  erwarten?

Ich werde weiterhin sehen, dass ich Produkte anbiete, die gefragt und nicht 08/15 sind. Statt also einer von vielen zu sein, die beispielsweise ein bestimmtes Reseller-Ebook verkaufen, will ich derjenige sein, der die Infoprodukte selber herausbringt oder schreibt.

"Als Produktbesitzer hat man wesentlich mehr Kontrolle und Verdienstmöglichkeiten, als wenn man "nur" Affiliate ist."

So kann man als Produktbesitzer jederzeit sein eigenes Affiliateprogramm starten und so hunderte oder tausende von Wiederverkäufern gewinnen, die alle die eigenen Produkte mitvermarkten. Das kann man alleine kaum schaffen. Ich werde meine Angebote allerdings nicht nur auf Infoprodukte beschränken, sondern ich kehre ein wenig zu meinen Wurzeln zurück und werde demnächst auch Software mit Private Label Rechten anbieten.

Hierzu habe ich schon einen Partner (Programmierer) gefunden, mit dem ich eng zusammenarbeiten werde. Zusätzlich hierzu werde ich noch in diesem Sommer einen Kurs starten, der Einsteigern ins Online-Business erst eimal die Grundlagen liefert und so "banale" Dinge wie FTP, Verkaufsbrief erstellen, Outsourcing und Webhosting/Domain bestellen etc. erklärt.

Denn bei vielen Leuten scheitert es schon daran, mit dem Traum vom Online-Business...

5. Welche ersten 3 Schritte würdest du als Top-Infomarketer jedem Neueinsteiger empfehlen, der mit Infoprodukten erfolgreich Geld im Internet verdienen möchte?

1.) Ausreichend Marktforschung betreiben. Wenn man eine Liste hat, nachfragen, was für Produkte gebraucht werden. Wenn man noch keine hat, in Foren und auf Blogs schauen, worüber sich unterhalten wird und wo die Probleme liegen. Dann Pläne für eine Problemlösung ausarbeiten und ein entsprechendes Produkt auf den Markt bringen. Man sollte dies nicht umgekehrt machen, d.h. erst ein Produkt erstellen und dann nach Kunden Ausschau halten - das geht zumeist in die Hose!

2.) Lernen, wie man einen vernünftigen Verkaufsbrief schreibt. (Standardwerke von Dan Kennedy, Marlon Sanders und Gary Halbert lesen!) Ohne gut gewählte Worte, die dem Besucher erklären, was denn überhaupt angeboten wird und wo die Vorteile des Produktes gegenüber ähnlichen Produkten liegen, wird man keine besonders guten Verkaufszahlen erzielen können.

3.) Alles lernen, was mit der Generierung von Traffic zu tun hat. Leider verlassen sich zu viele heutzutage nur auf Adwords, wenn es um die Werbung für ein Produkt geht (viele machen aber nicht mal das, sondern warten darauf, dass der Traffic "irgendwie von selber kommt" - das ist völliger Quatsch, denn ohne aktives Marketing ist es so, als ob man eine Kneipe in einer Geisterstadt aufmacht). In vielen "Nischen" sind die Klickpreise allerdings schon so astronomisch hoch, dass man damit eigentlich keine Gewinne mehr machen kann.

Deswegen ist es wichtig, auch andere Techniken anzuwenden, um Besucher auf die eigenen Seiten zu bekommen.

"Meine wichtigste Trafficquelle kostet mich zum Beispiel vorab erst einmal gar nichts: JV bzw. Affiliate Marketing."

Wenn man eigene Produkte hat, kann man ein Partnerprogramm starten und wenn das angebotene Produkt gut genug ist, werden sich die Partner darum reißen, dieses Produkt mitvermarkten zu dürfen. Ausgezahlt wird erst etwas, wenn bereits ein Verkauf zustande gekommen ist, also wenn man bereits Einnahmen hat. Besser geht es nicht.

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Kategorie: Affiliate / Content / Digitale Produkte / Experten / Geschäftskonzepte / Infoprodukte / Marketing / Monetarisierung / Ressourcen / Trafficaufbau

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Kommentare

Danny 15. Juni 2009
Leser

Hallo Tobias Knoof

Mit dieser Interview Serie ist Ihnen was wirklich ganz tolles eingefallen. Aus dem Interview mit Detlev Reimer konnte ich sehr viel mitnehmen. Fühlte mich jedoch auch in vielem bestätigt. Auch das Interiew mit Helmut Ament ist recht interessant. Nur schade eigentlich dass Sie sehr wahrscheinlich Dr Pott nicht interviewen werden. Aber ich bin gespannt wen Sie sonst noch interviewen werden

Freundliche Grüsse

Tobias Knoof 15. Juni 2009
Leser

Hallo Danny,

das freut mich sehr das es dir gefällt. Auch viele andere Leser haben mir dies bereits per Email geschrieben und mit Sicherheit kann man eine Menge aus den Aussagen der Top-Infomarketer lernen. Wer jedoch noch alles dabei ist, wer durch den Vertrieb von Informationsprodukten den Sprung in die finanzielle Unabhängigkeit noch geschafft hat wird noch nicht verraten. Spannend wird es auf jeden Fall, den die anderen Infomarketer haben nicht weniger zu sagen :)

Viele Grüße
Tobias

Karl Hinkel 23. Juni 2009
Leser

Guten Tag Herr Knoof,
Guten Tag zusammen,
"Die Summe aller Einflußgrößen ist unendlich!", sagen wir im Ingenieurwese oft stöhned. Natrlich erschließen sich einem die Dinge erst, wenn man sich eingehend damit beschäftigt. Dass sich auch im Internetmarketing vieles immer im Kreise dreht, das merkt man als Vertriebsmann - bin selber seit Jan.´80 Vertriebsingenieur - rasch. Das ist in nahezu allen IT-Bereichen früher auch so gewesen: unzählige Berater und Besserwisser im CAD-Bereich, die alle schwiegen, wenn es darauf ankam, nämlich darauf, ein sehr komplexes Projekt tatsächlich umzusetzen.

In Spezialanwendungen - ich meine da vor allem wissenschaftlichen Anwendungen wie Molekulardesign, Srömungsmechanik usw. war
das nicht so. Daher glaube ich auch fest daran, dass sich hier in Deutschland ein guter Markt auftut für Spezialthemen - muss überhaupt natürlich nichts mit Wissenschaft zu tun haben - im komplexen Hobby-Bereich, bei unzähligen Themen des alltäglichen Lebens, wo know how gefragt ist. Ganz sicher.

Aber mal ehrlich: Der Gesamtbereich ist ja wirklich sehr umfangreich. Kürzlich hatte ich Riesenprobleme beim Konvertieren von Videoformaten - und Ihr glaubt es nicht, ganz vergessen, dass da ein Icon auf meinem Desktop ist mit dem Titel:
DVDVideoSoft... Planung ist äußerst wichtig: Jahresziele, Monatspläne, Wochenpläne, ToDoListen, AnalysierenStrukturierenUmsetzenKontrolle und das ständig, dynamisch und gaaanz intensiv lernend.

Und Herr Knoof, ich finde es wirklich beachtlich, was Sie hier tun.
Herzlichst Karl Hinkel, Köln

Tobias Knoof 24. Juni 2009
Leser

Hallo Herr Hinkel,

vielen Dank für Ihr ausführliches Kommentar. Meines Erachtens geht es auch nur ums Lernen. Wer nicht gerne lernt, kann nicht erfolgreich werden. Deswegen wäre es überaus sinnvoll sich selbst klar zu machen, wie effektiv eigentlich lebenslanges Lernen ist.

Ich bin vor vielen Jahren sogar soweit gegangen, dass ich jahrelang Techniken für Lernbeschleunigung gelernt habe, also sowas wie Speedreading, Photoreading, Flächenlesen, Superlearning, Suggestopädie, Mnemonik oder Mnemotechniken. Nur aus einem Grund: Um anschließend noch schneller und effektiver den eigentlichen Lernstoff zu lernen. Wenn man so will habe ich das normale Lernen aus der Schule weitestgehend verlernt... ein Glück! Denn neuronal gesehen ist nichts destruktiver als stures Pauken, ganz abgesehen von der schwindenden Motivation.

Auf jeden Fall müssen auch Infomarketer regelmäßig Lernen um noch besser und erfolgreicher zu werden. Von großen Vorteil wäre es mit Sicherheit sich selbst Jahresziele, Monatspläne, Wochenpläne bis "hinunter" zu einzelnen ToDoListen zu erstellen, für die beruflichen Ziele, die privaten Ziele und natürlich für die Lernziele. Denn wie sagt man so schön: Je besser man plant, je härter trifft einen der Zufall!

Viele Grüße
Tobias Knoof

Karl Hinkel 24. Juni 2009
Leser

Ja, Herr Knoof, vielen Dank für die Stichworte zum Lerntraining, mit 55 sollte ich damit auch mal anfangen. Die letzten Tage habe ich Konzentrationstests gemacht, liege in der Auswertung immer noch weit über dem Durchschnitt. Das ist wohl deshalb so, weil ich seit langem mit jungen Leuten immer wieder neu anfange. Die letzte Arbeit war ein Referat zum Einheitskreis - wissen Sie noch - für einen Abiturienten und künftigen Mitarbeiter. Dabei fiel für mich ein O.K. vom Patentanwalt ab, weil ich seine Fragen zu einem Antrag mit ausgetüftelten Tangensfunktionen beantworten konnte. (Energietechnik)

Reinhold Messners "Berge versetzen" hat mir anfangs diesen Jahres viel gegeben. (Wusste nicht, dass dieser Mann so gut ist.) Bei ihm, Messner, empfindet man die Ernsthaftigkeit als väterlich angenehm. Und dann glaube ich, dass man es schaffen kann, wenn mann durchgängig auf Distanz geht zum weitverbreiteten Lalagagaschischifufublabla... und sich seine Zeit - das unsichtbare Gold des Lebens - nicht von Langeweilern rauben lässt, die unterhalten werden wollen, weil sie ihre Langeweile nicht mehr aushalten. Und dann konsequente Abkehr von den Negativisten, die bei allem nur Gräben und Fallstricke sehen und nie den Garten aller Möglichkeiten.

Es gibt so viele sog. how to - books. Aber dieses ist für mich der absolute Standard, weil es hier um die Knackepunkte überhaupt geht. Und das sind ganz viele: Dr. Wayne Dyer "Führen Sie in Ihrem Leben selbst Regie" - Glaubenssysteme sind problematisch, vor allem fremde. Bei den alten Ägyptern waren die Mistkäfer heilig, in Indien sind es die Kühe heute noch. Glücklich ist, wer seine! Aufgabe gefunden hat, die ihn ausfüllt und zu sich selber führt. Und dann felsenfest an sich glauben.
Dann kommt es "nur noch" auf die Kohärenz an. Damit ist der Gleichklang zwischen dem Glauben und dem Tun gemeint. Kohärenz erkläre ich in Seminaren - da geht es allerdings um Physik - anhand von einigen Metronomen, die unterschiedlich ticken. Stellt man die nun alle auf eine Schaukel, dann schwingen die langsamen schneller, die ganz schnellen langsamer, sehr bald alle gleich. Im Gleichklang alle dem eigenen Ziele zu.

Jesus sagte: Stört dich dein Auge, reiß es aus. Das war ja nur ein Gleichnis. Demotiviert der Partner, lass dich scheiden usw.

Was sonst noch alles stört, kann man auch aufräumen, wie die Festplatte, dann wieder defragmentieren. Alte Prägungen spielen die 80%-Rolle nach Pareto. Das Unterbewusstsein arbeitet damit und spielt so den Autopiloten. "Weißt du was die Hölle ist?" lässt Steven King den Satan im ´Sturm des Jahrhunderts´ fragen, "Wiederholungen!"

Man schätzt, dass 95% unserer Potenziale brachliegen durch das, was uns an Unsinn in den ersten wehrlosen Jahren über die Ohren ins Unterbewußtsein geblasen wurde. Also überlege dir, was du nicht willst und tue dann das, woran du glaubst. Zuvor klopf deinen Glauben ab. Ist es wirklich der eigene? "Führen Sie in Ihrem Leben selbst Regie" - einfach klasse, W.Dyer hat das nach seiner Pensionierung geschrieben, ich liebe den Mann dafür. Und dann: Umsetzen.

Schönen Feierabend!
K.H. 24.06.09

P.S.: In der FAZ las ich Samstag, dass man im Bereich Lerntechniken an Piotr Wozniak nicht vorbeikommt, er hat wohl in USA ein sehr hohes Ansehen. Er kommt aus der Molekularbiologie und lässt sich auch gut googlen...

Tobias Knoof 25. Juni 2009
Leser

Klasse Herr Hinkel für Ihren langen Beitrag. Sie scheinen auch sehr belesen zu sein! Ich wünsche Ihnen alles gute und wenn Sie Hilfe im Online-Marketing oder zum Thema digitale Informationsprodukte brauchen lassen Sie es mich wissen.

Viele Grüße
Tobias Knoof

Daniel Haas 15. Februar 2012
Leser

Ihn kannte ich noch gar nicht. Doch die erfolgreichen sind meist nicht immer die bekantesten. Danke für das Interview. ;)

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