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Jun

Trendanalyse für digitale Informationsprodukte

Statistiken haben nicht nur hierzulande in den Marketingabteilungen einen wichtigen Stellenwert. Entscheiden sie doch maßgeblich mit, welche Strategien wie, wo und bis wann umgesetzt werden. Einleuchtend scheint da die einhellige Meinung in der US-Marketing Branche, dass der Dienst Google Trends einer Goldgrube gleicht, welche es nur richtig zu lesen gilt. Wer sich länger damit beschäftigt, soll nicht nur ein Auge für Trends und Strömungen bekommen sondern vielmehr die genauen Wünsche des Marktes erkennen lernen.

Ohne langes einüben sind aus dem Tool tatsächlich hochwertige Informationen rauszubekommen, welche auf dem Weg zum "Reichtum per Autopilot" sicher sehr nützlich sein können. Zu nahezu 100% vertreiben die US-Boys digitale Informationsprodukte und werden sich mit Sicherheit vor jeder neuen Veröffentlichung erneut mit der Frage beschäftigen: Was braucht der Markt? In welchem Format sind digitale Informationsprodukte besonders begehrt? Welcher US-Marketing-Freak ist am meisten beliebt und was bietet er dem Markt an? Wie entwickelt sich die Medienlandschaft im allgemeinen und wo lohnt es sich daher zu werben?...

1. Welche Begriffe in Hinblick einer zukünftigen Zusammenarbeit werden am meisten bei Google eingegeben?

Auffällig ist hier, das neben "affiliate" sehr viel nach "joint venture" gesucht wird. Ein Begriff, der auch in den USA große Wellen schlägt. Joint Venture-Modelle scheinen in Deutschland immer beliebter zu werden, da sie auch meist offener und fairer als herkömmliche Partnerprogramme gestaltet werden können. Joint Venture Partner spielen beim Vertrieb digitaler Informationsprodukte in den USA einen erheblichen Stellenwert. Ohne diese Modelle wären Millionenbeträge innerhalb weniger Tage oder Wochen kaum möglich. Meist werden dabei die Newsletterlisten der Partner zusammengestellt und mit dem neuen Produkt beworben. Solche Listen können schnell eine Million Abonennten beinhalten. Verkauft man nun ein digitales Informationsprodukt von z.b. 97 Dollar, kommen bei einer Conversion von nur 1% bereits 970.000 Dollar raus. Durch das hohe Fachwissen, den Einsatz spezieller Tools sowie umfangreiche Split-Testing-Testreihen, werden nach Angaben mancher Marketing-Gurus bis zu 25% Conversion erreicht. Eine Zahl, die ich durch meine Arbeit als Traffic Marketer durchaus bestätigen kann - jedoch habe ich leider keine so großen Listen ;-) Doch damit man überhaupt etwas verkauft, sollte man wissen, welche Arten digitaler Informationsprodukte am Markt begehrt sind.

2. Welche Arten von Informationsprodukten werden am häufigsten gesucht und damit konsumiert?

Zu sehen ist hier, dass besonders Videos im Internet gesucht und konsumiert werden. Dabei nimmt gleichzeitig der Kosum von DVD`s ab. Beide Formate jedoch erleben in der Weihnachtszeit eine besonders starke Nachfrage. Videos und DVD`s scheinen also das visuelle Informationsmedium Internet perfekt zu unterstützen. Erstellen Sie also digitale Informationsprodukte mit Videos, Video-Anleitungen, Screencapture-Aufnahmen oder aufgezeichneten Interviews. Jedoch gibt es neben Vidoes natürlich auch noch andere lukrative Informationsprodukte wie Ebooks. Ebooks sollten jedoch nicht unter diesem allgemeinen Begriff beworben werden. Vielmehr ist es wichtig herauszufinden, welche alternativen Wörter es gibt bzw. was Leute in die Suchmaschine eingeben.

3. Welche Arten von digitalen Textformaten werden wie oft gesucht?

Wörter wie "ebooks" oder "whitepaper" sind typisch amerikanisch und scheinen im deutschsprachigen Raum weniger Anwendung zu finden. Sinnvoller sind hierzulande deutsche Begriffe, da diese auch nicht bei PPC-Werbung mit anderen konkurrieren müssen. Neben "bericht" wären auch noch die folgenden denkbar. Doch um noch genauer herauszufinden, was am Markt funktioniert und was nicht, könnten Sie z.b. nach den "Großen" in der Branche suchen, deren Webseiten besuchen und schauen, was sie vertreiben. Denn eines steht fest: Die US-Marketing Gurus werden sich mit absoluter Sicherheit genau überlegen, was sie verkaufen, sie werden exakt recherchieren und jede Menge testen. Die Produkte die sie veröffentlicht haben, haben definitiv einen Markt. Also fragen Sie sich:

4. Wer sind die größten US-Marketing Gurus und welche digitalen Informationsprodukte vertreiben sie?

Recherchieren Sie nach verschiedenen Namen und besuchen sie deren Blogs, Webseiten und Shops.

5. Welche Medien werden in der Öffentlichkeit am meisten wahrgenommen und auf welchen Medienkanal sollte ich mich dementsprechend in Sachen Werbung konzentrieren?

Eine der interessantesten Trendmuster. TV geht ganz klar nach oben. In Verbindung mit digitalem TV wird dieser Medienkanal förmlich explodieren, bedient er doch auch ganz klar die visuellen Aspekte der Wahrnemung. Erstaunlich ist hier jedoch, dass die Suche nach Webseiten seit Jahren leicht fällt und die Suche nach Blogs seit Jahren stetig steigt. Heißt: Wenn Sie digitale Informationsprodukte im Internet verkaufen wollen, sollten Sie einen Blog dazu nutzen. In der USA ist dies bereits üblich, nur hier in Deutschland tut man sich etwas schwer mit der kommerziellen Nutzung von Blogs. Dabei gibt es viele hochwertige Blogsysteme bzw. Ecommerce-Systeme mit OpenSource Lizenz. Stellen Sie sich als nächstes also folgende Frage:

6. Was sind die beliebtesten OpenSource-Systeme und welche haben die größte Community, um bei Fragen oder Problemen schnellen kostenlosen Support zu erhalten?

Alle diese OpenSource Tools sind kostenlos, bieten Unmengen von Themes, Templates und Plugins. Die meisten davon sind so hochwertig, das im Prinzip kaum noch kommerzielle Produkte mithalten können. Denn kommerzielle Produkte werden immer von Firmen entwickelt, welche ihre Mitarbeiter bezahlen müssen und sind von daher schon zeitlich begrenzt, was die Weiterentwicklung angeht. OpenSource Communities bestehen teilweise schon aus hunderttausenden von Mitgliedern, welche täglich die Projekte weiterentwickeln und verbessern.

7. Ist das Video tatsächlich die Zukunft im Web und macht es deswegen Sinn, meine Werbung, das Marketing oder die Produktion digitaler Informationsprodukte auf Videos ausrichten?

Schauen Sie selbst! Es gibt viele gute Informationsprodukte - auch Software funktioniert hervorragend im Verkauf. Wenn Sie dazu noch ein Video-Tutorial anbieten ist alles perfekt ;-)

Für Ihren Erfolg!
Tobias Knoof

Kategorie: Geschäftskonzepte / Produkterstellung / Ressourcen / Trafficaufbau

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Kommentare

Daniel Schilling 29. Januar 2010
Leser

Ausgezeichnete Recherche, Tobias! Aus Google Trends ist, vor allem im deutschsprachigen Raum, noch sehr viel herauszuholen.
Sehr nett finde ich die Kurve der Begriffe "blog" versus "webseite". Schöne Entwicklung. :)

Tobias Knoof 29. Januar 2010
Leser

Hallo Daniel,

vielen Dank für dein Feedback! Ich denke auch, das man da sehr viel rausholen kann, besonders wenn es um Vergleiche und dem aufspüren von Trends geht. Mit Google Insights http://www.google.com/insights/search/# kann man sogar noch etwas tiefer blicken.

Viele Grüße
Tobias

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