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Google Pagerank Algorithmus

Um sich als Infomarketer nach und nach von teurer Werbung unabhängig zu machen, ist es wichtig die Mechanismen der Suchmaschinen und deren Algorithmen halbwegs zu verstehen.

Hat man einmal verstanden, wie die Rankingformeln bei Google & Co. funktionieren, kann man diese leicht in die Erstellung des eigenen Contents oder der Website im allgemeinen einfließen lassen. Was bisher über den Google-Algorithmus bekannt ist habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Wie arbeitet der Google-Pagerank?

  1. Der PageRank ist nur eine von vielen Methoden, welche Google verwendet, um festzustellen, ob eine Website Relevanz und Bedeutung hat.
  2. Google interpretiert einen Link von Website A zu Website B als ein Votum von Website A für Website B. Erhält eine Website von einer anderen Website also ein Votum, steigt diese im "Ansehen". Google errechnet jedoch nicht nur die schiere Menge der Votes (Backlinks) ; vielmehr fließen ca. 100 weitere Aspekte in die Seitenanalyse mit ein.
  3. Der Pagerank basiert auf den sogenannten "incoming links" bzw. Backlinks. Wichtig ist jedoch auch die Qualität der verlinkenden Seite. Passen verlinkende und verlinkte Seite thematisch gut zusammen, fördert dies weiter die Linkpopularität und somit das "Ansehen" im Sinne Googles.
  4. PR(A) = (1-d) + d(PR(t1)/C(t1) + … + PR(tn)/C(tn)). Das ist die Gleichung zur Berechnung des PageRank einer Website.
  5. Nicht alle Links haben das gleiche Gewicht, wenn es um den Pagerank geht.
  6. Wenn Sie eine Website mit einem PR von 8 haben und sich ein Link auf dieser befindet, erzeugt diese Website für den Linkpartner eine enorme Linkpower und vererbt einen großen Teil der Linkpower und des Pageranks an die verlinkte Seite. Hat Ihre Seite jedoch 100 Links auf verschiedene Websites, erben die verlinkten Seiten so gut wie keinerlei Linkpower oder Pagerank. Sie drosseln Ihre Linkpower mit der Anzahl der ausgehenden Links.
  7. Die Linkpopularität ist abhängig vom Alter, Relevanz und Dauer der Backlinks. In den Pagerank selbst fließen diese Fakten jedoch nicht ein.
  8. Neue Inhalte auf Websites werden sofort berücksichtigt, sobald der Pagerank für die entsprechende Website in den Datencentern bei Google berechnet wird.
  9. Der Pagerank wird nicht für eine Homepage als ganzes errechnet, sondern für jede Seite einzeln. Mit geschickten internen Verlinkungsstrukturen können Sie den Pagerank interner Seiten - und damit auch die Attraktivität für andere Spider und Crawler - weiter erhöhen.
  10. Jeder eingehende Link ist wichtig (z.b. von Fachartikelseiten, Presseportalen, Videoplattformen, Businesscommunities, Social-Bookmarking-Websites, etc.). Defekte Websites fließen nicht mit in das Ranking ein.
  11. Der Pagerankwert geht nicht von 0 bis 10. Vielmehr ist er ein fließender Übergang zwischen den Zahlen und wird entsprechend auf- oder abgerundet. Heißt: Intern gibt es beispielsweise einen Pagerank von 5,38 was für die entsprechende Website einen Pagerank von 5 bedeutet.
  12. Jede höhere Pagerankzahl ist exponentiell schwieriger zu erreichen (ähnlich der Richterskala bei Erdbeben).
  13. Google kalkuliert den Pagerank permanet. Sichtbare Updates (beispielsweise in der Google Toolbar) werden jedoch nur alle paar Monate durchgeführt.
  14. Bei Abstrafungen (z.b. Linkspamming) wird mit sogenannten Dämpfungsfaktoren gearbeitet. Eine Website kann so einen Dämpfungsfaktor von 0,85 erhalten, das heißt: nur noch 0,15% des eigentlichen Rankingwertes der Website fließen in die Pagerankberechnung mit ein.

Schlussfolgerungen für den Google-Pagerank

  1. Regelmäßig neu veröffentlichter Content führt nicht automatisch zu einem höheren Pagerank. Content ist kein Teil der Pagerank-Kallkulation.
  2. Ein hoher Pagerank bbedeutet nicht zwangsläufig ein hohes Suchmaschinenranking. Es kann beides gleichzeitig auftreten, ist jedoch voneinander unabhängig. Pagerank und ein hohes Ranking zu bestimmten Begriffen in den Suchmaschinen sind "zwei Paar Schuhe" und voneinander getrennt.
  3. DMOZ und Yahoo! Listungen steigern daher den Pagerank nicht automatisch.
  4. .edu und .gov-sites steigern den Pagerank daher nicht automatisch.
  5. Subdomains haben nicht zwangsläufig einen geringeren Pagerank als die Hauptdomain im root-Verzeichnis, da die Anzahl und Qualität der Backlinks und internen Links entscheidet.
  6. Links welche mit dem "nofollow" Attribut gekennzeichnet sind, leisten keinen Beitrag zum Pagerank der verlinkten Website.
  7. Effizientes interne Verlinkungen haben eine starke Auswirkung auf den Pagerank der einzelnen Seiten.
  8. Thematisch passende (Keywordanalyse durch den Googlebot) und pagerankstarke Websites haben die besten Effekte auf Ihren Pagerank, besonders wenn die verlinkende Seite wenig ausgehende Links vorweißt.
  9. Mehrere Linkverweise zu einer Website von einer einzigen Website bringt soviel wie ein einzelner Link.

Für Ihren Erfolg im Internet!

Viele Grüße
Tobias Knoof

Kategorie: Marketing / Monetarisierung / Ressourcen / SEO / Trafficaufbau

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Kommentare

Frank 12. Februar 2009
Leser

Ich würd schon These 1 widersprechen. Der PageRank ist kein Indikator für die Relevanz einer Website.

Döner Marketer 16. Februar 2009
Leser

Mich würde zu Schlussfolgerung 8 interessieren, wieviele in etwa "wenig ausgehende Links" sind. Muss ich mit externen Links extrem geizen um zu optimieren? Hätten demzufolge Linkportale nicht mehrheitlich einen schlechten PR?

Jörg 23. Februar 2009
Leser

@Frank: das ist aber auch mal eine Gegen-These! ;-) Es wird ja viel darüber diskutiert, welchen Einfluss der PageRank beim Berechnen der Relevanz der Seite hat...aber gar kein Indikator zu sein?
Da würde mich ja schon sehr interessieren, worauf diese Meinung beruht. Wäre mir neu, das Backlinks keine Rolle (mehr) spielen.

Tobias Knoof 27. Februar 2009
Leser

Hallo,

Backlinks spielen sehr wohl eine Rolle, eine ziemlich entscheidende sogar. Wichtig ist auch, wie lange die Backlinks "stehen", also wie alt sie sind oder ob sie laufend geändert werden. Es würde schon von Nachteil sein, wenn ein Kollege in den letzten Wochen auf deinedomain.de/thema gelinkt hat und den Link später ändert in deinedomain.de/andereseite.

Je länger und "stabiler" ein Link auf eine andere Seite verweist, je stärker wird der entsprechenden Seite im Sinne von Google das Vertrauen ausgesprochen und die Seite klebt sich in den Rankings richtig fest. Klar, je mehr Links je besser + je älter & stabiler die Links, umso besser + thematisch passend, umso besser + deine Keywords im Linktext der anderen Seite, welche auf dich verweist, umso besser, hat die andere Seite einen hohen Pagerank oder gilt im Sinne von Google als Autorität, umso besser...

Was die ausgehenden Links angeht ist es tatsächlich so, dass man seinen Pagerank schwächt oder zumindest nicht stärkt. Hat man sogar überproportional mehr ausgehende als eingehende Links rutscht man in die Richtung von Linkfarmen. Zum regelrechten "ausbluten" des Pageranks kommt es, wenn man mal einen Backlink erhält mit "www", mal einen Backlink ohne "www", mal auf "domainname.de/name" und mal auf "domainname/name/ .

Dies sind für Google 4 unterschiedliche Adressen, auch wenn technisch gesehen der Leser immer passend zum richtigen Pfad bzw. zur entsprechenden Datei geleitet wird. Verhindern kann man das ganze beispielsweise, indem man einen entsprechenden Eintrag in der .htaccess vornimmt und das "www" als Standart erzwingt.

Grüße Tobias

Evagelos 4. November 2009
Leser

Hi Tobias. Wie muss da genau vorgehen um durch den Eintrag im .htaccess das www zu erwingen? Grüsse

Tobias Knoof 5. November 2009
Leser

Hallo Evangelos,

schau mal hier http://www.cywhale.de/htaccess-www-erzwingen-keine-parameter/ - ansonsten bei Google nach "www im htaccess erzwingen" suchen.

Grüße Tobias

Lothar B.Unfried 16. Dezember 2010
Leser

Hallo Tobias,

das Thema Backlinks ist ein wichtiger Faktor für das Ranking in den Suchmaschinen und wird jedoch viel zu wenig beachtest. Die größten Fehler die oft gemacht werden, ist dass beim Aufbau einer Webseite darauf geachtet wird, und es wird alles versucht um Backlinks aufzubauen.

Es werden Backlinks gekauft, die Webseite wird in Hunderte Webkataloge eingetragen, es wird Linktausch betrieben und so mancher lässt seine Seiten in Millionen Linklisten eintragen und vieles, wundert sich nach einer gewissen Zeit, dass die Seite sogar wieder zurück fällt.

Google erkennt hier ganz Klar dass nachgeholfen wurde, dass diese Links also nicht aus Eigeninteresse anderer Webseitenbetreiber, oder Informationsgeber gesetzt wurden, denn sie wurden gekauft.

Eine gute Möglichkeit um gute Backlinks zu bekommen sind z.B. Kommentare, die man auf Themenrelevanten Blogs hinterlässt!

Es scheint sich im deutschsprachigen Raum der Blogger jedoch noch nicht herumgesprochen zu haben, dass WordPress nicht automatisch auf „do follow“ eingestellt ist und man ein Plugin dafür installieren muss?

Hier gibt es noch Handlungsbedarf für viele die einen Blog betreiben!

Liebe Grüße
Lothar

DIP Support 17. Dezember 2010
Leser

Hallo Lothar,

vielen Dank für den Kommentar. Ja, Sie haben recht....das Thema ist noch nicht weitläufig genug bekannt. Ein Grund mehr darüber zu schreiben :-)

Allen ein frohes Fest und liebe Grüße

Franziska

Dieter 21. Januar 2011
Leser

Ich denke, selbst schlechte bzw. no-follow Links sind immer noch besser als überhaupt keine Links. Vor allem achte ich nicht unbedingt auf do-follow wenn ich einen kommentar schreibe, für mich ist die Interessantheit des Artikels wichtig.

Normann 11. Februar 2012
Leser

Ist der Pagerank heute eigentlich noch von Bedeutung?

Daniel Haas 15. Februar 2012
Leser

Goggle und die Geheimnisse des Pageranking. Das wird wol immer ein Geheimniss bleiben. Denn ganz wird man es wohl nie herausfinden wie Google wirklich tickt.

Manche würden glaub ich für die Auflösung des Geheimnisses töten. ;)

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